Dieses Vorhaben im Stadtteil Junkersdorf wurde von der Bonava Deutschland GmbH (vormals NCC Deutschland GmbH) beauftragt. Im Rahmen des Verfahrens haben wir sowohl die Betreuung und Moderation einer Mehrfachbeauftragung mit sieben Architektur- und Stadtplanungsbüros als auch die anschließende Erarbeitung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans einschließlich Vorhaben- und Erschließungsplan übernommen. Anlass und Ziel der Planung war die Entwicklung eines neuen Wohnquartiers im Kölner Stadtteil Junkersdorf auf einer bislang landwirtschaftlich genutzten Fläche, die im Flächennutzungsplan überwiegend bereits als Wohnbaufläche dargestellt war. Das Plangebiet umfasst rund 3,5 Hektar.

Die Fläche war über viele Jahre aufgrund der erheblichen Lärmbelastung durch die westlich angrenzende Autobahn A 1 nicht bebaubar. Erst durch die Einhausung der Autobahn konnte eine wirksame Abschirmung dieser Lärmquelle erreicht werden. Im Anschluss an die Mehrfachbeauftragung wurde der erstplatzierte städtebauliche Entwurf von Lorenzen Architekten, Prof. Carsten Lorenzen (Kopenhagen/Berlin) weiterentwickelt und unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Auswahlgremiums sowie der Vorgaben des Stadtplanungsamtes in den Bebauungsplan überführt.

Ziel der Planung war die Entwicklung eines vielfältigen Wohnquartiers mit Mehrfamilien- und Einfamilienhäusern unterschiedlicher Typologien und Bebauungsdichten. Mit dem Bebauungsplan wurden rund 130 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern sowie 53 Einfamilienhäuser ermöglicht, unter Berücksichtigung des kooperativen Baulandmodells der Stadt Köln. Ein zentrales Planungsanliegen war die Ausbildung einer ruhigen Innenwohnlage mit hoher Aufenthaltsqualität. Hierzu wurden aktive und passive Schallschutzmaßnahmen städtebaulich integriert, unter anderem durch Baukörperstellung, schallwirksame Grundstückseinfriedungen und passiven Schallschutz an den Gebäuden. Ergänzend wurde eine Grünzone zwischen Autobahn und Wohnbebauung geplant inkl. eines öffentlichen Spielplatzes.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Konzepts war die Integration einer dreizügigen Kindertageseinrichtung im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses an der Ludwig-Jahn-Straße, die sowohl den Bedarf des neuen Quartiers als auch des Stadtteils abdeckte. Die verkehrliche Erschließung erfolgt über die Ludwig-Jahn-Straße und wird durch attraktive Fuß- und Radverbindungen, unter anderem zum Egelspfad ergänzt.

Der Bebauungsplan erlangte im April 2017, nach nur ca. 2 Jahren Bearbeitungszeit seine Rechtskraft. Mittlerweile sind alle Wohngebäude sowie die Kita errichtet und bezogen.

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